Lebenslust

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Mummy to be: Ich bin schwanger!

Alles neu macht der Mai, heißt es so schön. Tatsächlich fielen große Highlights meines Lebens die letzten Jahre immer zufällig auf Mai: Umzug, Verlobung, Agenturgründung – und dieses Jahr folgt der nächste Meilenstein: ich werde zum ersten Mal Mama. Ich habe viele Fragen von euch erhalten, die ich in diesem Artikel ganz offen beantworten werde.

Schwangerschaftsübelkeit: Oh du fröhliche Brecherei

Ganz ehrlich: in Sachen Schwangerschaft war ich etwas naiv. Meine Vorstellungen waren rosarot und ich dachte, das Leben bleibt wie es ist, es wird nur noch schöner und ein bisschen kugeliger. Ha! Und dann kam in SSW6 diese unfassbare Übelkeit. Heidewitzka! 10 Wochen lang fühlte ich mich einfach nur hundeelend. Ständig dieses widerliche Gefühl, sich jederzeit von jetzt auf gleich übergeben zu müssen. Der Gedanke an Essen – ging gar nicht. Von Gerüchen ganz zu schweigen. Und eines war mir schnell klar: die oft zitierte Morgenübelkeit gibt es nicht. Mir war einfach den ganzen Tag soooo schlecht und übergeben musste ich mich eigentlich täglich. Immerhin nicht mehrfach, aber dafür dann aus dem Nichts. Das ging soweit, dass es mich in einem Geschäftstermin eiskalt erwischt hat… Da war dann sogar der Weg zur Toilette zu weit. Mega peinlich und für die Psyche, die ohnehin super angeknackst ist in dieser Phase, nicht sehr förderlich. Nun ja. Diese Phase ist jetzt zum Glück vorbei und sehen wir es positiv: wo andere bereits die ersten 2-4 kg zunehmen, lag ich in SSW16 bei minus 5kg. Alles kein Problem, beruhigte mich die Ärztin. Alles im Rahmen. Das Baby nimmt sich was es braucht. Heute in SSW27 habe ich 1,5kg über Ausgangsgewicht.

Wo bleibt denn der Babybauch?!

Zu Beginn ist die Schwangerschaft etwas sehr Unwirkliches. Man fühlt nichts, man sieht nichts. Jeden Tag habe ich beim Blick in den Spiegel sehnsüchtig nach der kleinsten Veränderung gesucht. Den Worten der Ärtzin, bei der ersten Schwangerschaft sieht man eigentlich erst ab der 20. Woche so richtig wirklich etwas, wollte ich keinen Glauben schenken. Aber genau so war es. Und dann plötzlich: peng! Der Bauch wächst von jetzt auf gleich gefühlt jeden Tag und mehrere cm Umfang. In Geschäftsterminen konnte ich ihn mit weiten Blusen bis zur SSW24 kaschieren, aber selbst die spannen jetzt.

Schwanger und selbständig – wie kann das funktionieren?

Geschäftstermin – gutes Stichwort: hauptberuflich bin ich Inhaberin einer Agentur für PR und Social Media. Selbständig. Und jetzt schwanger. Wie kann das funktionieren? Die gute Nachricht: es gibt für alles eine Lösung. Die ist zwar um ein Vielfaches komplizierter und muss weit intensiver vorbereitet werden als bei einer Festanstellung – aber kein Ding der Unmöglichkeit. Zum einen haben Selbständige genauso das Recht auf Elternzeit/-geld wie Festangestellte. Zum anderen bietet die Selbständigkeit auch die Möglichkeit, nicht komplett aus den Job auszusteigen, sondern Beruf und Familie – selbst mit Säugling – flexibel miteinander zu verschmelzen. Die Gefahr bei einem kompletten Ausstieg ist natürlich, dass die Kunden nicht auf dich warten. Aber im Leben gibt es zum Glück nicht nur schwarz und weiß. Wie handhabe ich das? Ich werde keine Elternzeit nehmen, aber kürzer treten. Ich habe das große Glück, dass mein Mann in der Agentur mitarbeitet und wir als Doppelsperrspitze das Ding gemeinsam rocken. Oder anders gesagt: wir werden das Kind schon schaukeln. Einer von uns beiden wird weiterhin immer für die Kunden erreichbar sein. Und mit einem fantastischen Team an unserer Seite wird sich für Kunden nicht viel ändern. Wichtig ist, dass man sich der Situation bewusst ist und für alles einen Plan B hat. Da es unser erstes Kind ist, lasse ich alles, was ab Mai passiert, auf mich zukommen. Vorausplanen werde ich nichts, es kommt wie es kommt. Und wie schon gesagt: für alles gibt es eine Lösung. Das Wichtigste: meinem Baby geht es gut. Und dafür werden wir gemeinsam sorgen.

Friederike

Ich bin passionierte Reise-Bloggerin, lege Wert auf Fashion und Beauty, koche und backe sehr gerne oder genieße einfach nur die Sonne mit einem guten Hörbuch und einem Glas Wein. Genuss von allem ein bisschen. Und so soll auch Lebenslust sein. Denn das Schöne ist – zum Glück – nicht nur auf Fashion oder Reise beschränkt, sondern allgegenwärtig.

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